Programm (de)

ganzer Juni // Foyer vor den Hörsal 1a // Rost- & Silberlaube // U-Dahlem Dorf
„Man hat sich hierzulande daran gewöhnt …“ 
Ausstellung: Antisemitismus in Deutschland heute 
Die Wanderausstellung informiert über die Gefahren und Bedrohungen durch aktuellen Antisemitismus. Um die Wahrnehmung für dieses Problem in der Bevölkerung zu schärfen, wird die Alltäglichkeit des Antisemitismus aufgezeigt. Die Ausstellung thematisiert jedoch auch neue Formen, wie z.B. den islamistischen Antisemitismus. Ein wichtiger Aspekt der Ausstellung ist die Frage, was man konkret gegen Antisemitismus unternehmen kann. 
Die Ausstellung wird von der Amadeu Antonio Stifung zur Verfügung gestellt.
15. Juni
15 Uhr // Otto-Suhr-Institut // Ihnestraße 22 // U-Thielplatz
Vortrag & Diskussion: Antiziganismus und Arbeitsgesellschaft
Antiziganismus ist ein weit verbreitetes Phänomen. In nahezu allen Staaten Europas werden Menschen als „Zigeuner“ diskriminiert und nicht selten verfolgt. In dem Vortrag werden antiziganistische Tendenzen im Zusammenhang mit neuzeitlichen Disziplinierungsprozessen und der Herausbildung der Arbeitsgesellschaft analysiert. Dabei werden auch Parallelen und Differenzen zwischen Antiziganismus und Antisemitismus aufgezeigt.
Roswitha Scholz ist Soziologin und Philosophin. Sie arbeitet als freie Publizistin, unter anderem bei der Theoriezeitschrift EXIT. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Geschlechterverhältnisse im Kapitalismus, Rassismusforschung, Ideologiekritik und Erkenntnistheorie.
18 Uhr // Otto-Suhr-Institut // Ihnestraße 22 // U-Thielplatz
Vortrag & Diskussion: Identitäre Bewegung und Antifeminismus
Wie die Neue Rechte und Identitäre den Rechtsextremismus popularisieren
Seit 2012 treibt die sogenannte „Identitäre Bewegung“ in europäischen Ländern ihr Unwesen und arbeitet mittels Medienaktionen, Demonstrationen, Kampagnen, Blogs und Videos an einer „Kulturrevolution von rechts“. Dabei setzen Identitäre auf Aktionismus, Störaktionen und Provokationen, die einschüchtern und beeindrucken sollen aber von Grund auf rassistisch und menschenfeindlich sind. Mit Parolen wie „Heimat-Freiheit-Tradition“ propagieren sie die Verschwörungstheorie vom „großen Austausch“ und des „Endes des Abendlandes“ und verbreiten ihre rechtsextreme Ideologie vor allem unter Jugendlichen.
Kathrin Glösel, Co-Autorin des Handbuchs „Die Identitären. Handbuch zur Jugendbewegung der Neuen Rechten in Europa“, wird auf die Hintergründe, Ideologie, Strategien, Akteur_innen und ihre Vernetzung eingehen und erklären, was sie innerhalb des rechtsextremen Spektrums besonders und derartig gefährlich macht. In einer anschließenden Diskussion wollen wir gemeinsam über Strategien nachdenken, wie gegen die „Neue Rechte“ vorgegangen werden kann.
16. Juni 
Workshop
14 Uhr // Mensafoyer // Habalschwerdter Allee 45 // U-Dahlem Dorf                                 
Antirepressions-Workshop (Anna & Arthur)
Du würdest gerne politisch aktiver sein oder bist es schon, fühlst dich aber auf Demos und Aktionen unsicher? Der Workshop soll den Teilnehmenden Tipps zum Demoverhalten vermitteln, wie man sich bei Festnahmen verhält und was passieren muss, wenn ein Strafbefehl im Briefkasten liegt. Auch werden solidarische Strukturen erläutert, die bei Repression Unterstützung bieten. Fragen sind ausdrücklich erwünscht.
16 Uhr // Theaterhof // Habelschwedter Allee 45 // U-Dahlem Dorf
Konzert
MSOKE
MSOKE a.k.a Namusoke, ein Name, hinter welchem nicht nur eine besondere Bedeutung steht, sondern auch ein spezieller Mensch. MSOKEs außergewöhnliche Lebensgeschichte sowie sein musikalischer Werdegang mündet in exzellentem urbanem Soul mit hörbaren Wurzeln der Afro – soul und Reggaemusik. MSOKEs Musik zeichnet sich durch eine besondere Tiefgründigkeit aus und öffnet so eines jeden Herz. MSOKE , der bei der Kampagne „Make Some Noise – Homophobia and Sexism out of my music“ engagiert ist, ist sowohl politisch als auch musikalisch eine wichtige, kräftige und moderne Stimme für die Reggae-Szene.
Berlin Boom Orchestra
Berlin Boom Orchestra ist eine neuköpfige Kapelle, die seit mittlerweile 10 Jahren die Bühnen dieser Welt erobert. Sie spielt einen Mix aus Ska, Dancehall und tanzbarer Reggaemusik, die niemals vergisst kritisch zu hinterfragen. So werden Themen wie deutscher Nationalismus, Revisionismus, Religionskritik und Antisemitismus aufgegriffen und textlich ausdifferenziert verarbeitet. Desweiteren engagieren sie sich ebenfalls für die Kampagne „Make some Noise – Sexism and Homophobia out of my music“ und beweisen damit, dass Reggaemusik nicht nur Spaß machen, sondern auch jederzeit politisch sein kann.
Femme Krawall
Hat hier jemand Riot Grrl gesagt? Femme Krawall liefern dir Reverb-getränkte Garage-Riffs, abstrakte Texte und einzigartigen Doppelgesang frei Haus. Sie schaffen es positiv zu bleiben und gleichzeitig allgemein ziemlich angepisst auf Alles und Jeden zu sein und liefern Songs ab, die dich gleichzeitig deinen Arsch bewegen und die Fäuste recken lassen, während du Texte mitbrüllst, die Relevanz haben ohne in die punkig-allzupunkigen Politklischees abzudriften.
Also pack dein Surfboard aus, Punk!
Le Monde Est En Flammes
Le Monde Est En Flammes (Die Welt Brennt) ist ein HipHop-Projekt, das im
Sommer 2016 von Daisy Chain aus Athen, Ben Dana aus Bremen und Refpolk
aus Berlin gegründet wurde. Jedes Mitglied rappt in eigener Sprache –
auf Griechisch, Französisch und Deutsch. Ziel ist es, Aktivismus und Hip
Hop zu verbinden. Le Monde Est En Flammes schreiben nicht nur politische
Songs, sondern sind in einer Bewegung aktiv, die auf Solidarität und
Selbstorganisierung setzt. Neben ihrer Musik sind sie Teil des Projekts
In.Flammen, das zurzeit ein politisches Hip-Hop-Netzwerk zwischen
Griechenland und Deutschland aufbaut. Die Musik von Le Monde Est En
Flammes ist Widerstand und Angriff, um die Utopie zu leben.
***Eintritt frei – Vegan Food – Cocktails – Info-Stuff – Siebdruck***
Advertisements